GRIFFIN-Seidenschnur ist seit über 160 Jahren der Branchenmaßstab für das Aufziehen von Perlen und Edelsteinen. In einem Handwerk, in dem sich Materialien, Mode und Techniken von Generation zu Generation verändern, kommen die meisten Produkte und gehen wieder. GRIFFIN Natural Silk nicht. Das Unternehmen entwickelte sein Sortiment weiter, wenn die Arbeit es verlangte, und hielt an dem Standard fest, der das Originalprodukt so wertvoll machte. So wuchs die GRIFFIN-Perlenschnur von einem einzelnen Naturseidenprodukt im Jahr 1866 zum heute umfassendsten professionellen Schnursortiment.
Die ersten Perlenschnüre: Reine Naturseide im Jahr 1866
Als Carl Schinle 1866 seine Werkstatt in Schramberg, Deutschland, gründete, war Seide nicht nur das beste Material zum Auffädeln von Perlen, sie war im Grunde die einzige ernsthafte Option. Sie vereinte genau die richtigen Eigenschaften: so glatt, dass sie durch die engsten Perlbohrungen passt, so stabil, dass sie das Gewicht von Perlen und Edelsteinen trägt, so flexibel, dass sie schön fällt, und so saugfähig, dass sie die Knoten hält, die jede Perle genau an ihrem Platz fixieren.
Die von GRIFFIN gewählte Seide war entscheidend. Naturfilament-Seidenfaden, gewonnen aus der durchgehenden Faser eines Seidenkokons statt aus kürzeren Seidenstapelfasern, ist stärker, gleichmäßiger und glatter als günstigere Alternativen. Genau nach dieser Spezifikation wird auch heute noch GRIFFIN 100% Natural Silk gefertigt. Von Beginn an setzte die Wahl des Rohmaterials einen Qualitätsmaßstab, an dem sich alles andere im Sortiment messen musste.
Auch die Konstruktionsmethode war bewusst gewählt. GRIFFINs dreifach gezwirnte Z-Twist-Konstruktion, bei der die Seide dreimal in dieselbe Uhrzeigerrichtung verzwirnt wird und so eine Schnur entsteht, die unter Spannung rund bleibt und sich nicht aufdröselt, wurde früh in der Unternehmensgeschichte entwickelt. Sie wird bis heute für GRIFFIN Natural Silk, NylonPower und High Performance Cord verwendet. Manche Dinge müssen nicht verändert werden.
Carl Schinle und die Gründung von GRIFFIN in Schramberg
Carl Schinle war Hersteller und Händler von Zierbesätzen sowie der dekorativen Borten, Schnüre und Fäden, auf die Mode, Polsterwaren und Schmuck im 19. Jahrhundert angewiesen waren. Schramberg im Schwarzwald in Baden-Württemberg war für dieses Geschäft wie geschaffen. Die Region hatte eine lange Tradition der Präzisionsfertigung: Uhrmacherei, Textilproduktion – und diese Geschichte sorgte für einen guten Zugang zu technischem Wissen und Fachkräften.
Besonders bemerkenswert an der Geschichte von GRIFFIN ist ihre Kontinuität. Das Unternehmen befindet sich seit fünf aufeinanderfolgenden Generationen ohne Unterbrechung in Familienbesitz. In einer Zeit, in der die meisten Marken aus der Fertigung übernommen, fusioniert und in etwas Unkenntliches umgeformt wurden, ist das eine echte Seltenheit. Das bedeutet: Es gibt eine direkte Linie zwischen den Grundsätzen, die Carl Schinle 1866 festlegte, und den heute erhältlichen Produkten.
GRIFFIN-Seidenschnur und die Schmuckstadt Pforzheim
Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert war Pforzheim, rund 70 Kilometer nördlich von Schramberg, das unbestrittene Zentrum der deutschen Schmuckherstellung. Als Goldstadt bekannt, produzierte sie den weitaus größten Teil des deutschen Schmucks, wobei Tausende von Fachkräften in allen Bereichen arbeiteten – von Edelmetallfassungen bis hin zu Perlenknoten und dem Auffädeln von Perlen.
Die Nähe zu Pforzheim verschaffte GRIFFIN direkten Zugang zu professionellen Anwendern, die genau wussten, was sie von einem Fädelmaterial erwarteten. Das Perlenknoten auf dem Niveau, das die Pforzheimer Werkstätten verlangten, war anspruchsvoll: Die Schnur durfte sich bei der Verarbeitung nicht aufreiben, die Knoten mussten gleichmäßig sein, und die Eigenschaften mussten über einen ganzen Produktionstag hinweg stabil bleiben. Dieser Anspruch trieb GRIFFIN dazu, seine Fertigungsprozesse in den frühen Jahrzehnten stetig zu verfeinern, und die Anforderungen professioneller Anwendung begannen zu prägen, was eine wirklich professionelle Perlenschnur leisten musste.
Die synthetische Revolution der 1940er- und 50er-Jahre: GRIFFIN setzt auf Nylon
Das Aufkommen synthetischer Fasern, insbesondere Nylon in der Mitte des 20. Jahrhunderts, stellte die Perlenschnurbranche vor eine echte Herausforderung. Nun konnte eine neue Materialkategorie Naturseide in bestimmten Anwendungen übertreffen: gleichmäßiger von Charge zu Charge, widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit und Nässe und in einigen Ausführungen deutlich stärker.
GRIFFINs Reaktion ist bemerkenswert. Statt Seide als die einzige echte Option zu verteidigen, begann das Unternehmen, die beste verfügbare synthetische Schnur parallel dazu herzustellen. GRIFFIN NylonPower wurde nicht als günstige Alternative positioniert, sondern als eigenständiges Material in Profiqualität entwickelt. Etwa doppelt so hohe Zugfestigkeit wie herkömmliches Nylon, dreifach gezwirnt mit derselben Z-Twist-Konstruktion wie Natural Silk und erhältlich in denselben 21 Farben und 13 Größen. Wer Seide brauchte, verwendete Natural Silk. Wer etwas Veganes, feuchtigkeitsbeständigeres oder stärkeres brauchte, verwendete NylonPower. Beide auf demselben Branchenreferenzniveau.
GRIFFIN High Performance: Hightech-Fasern ergänzen das Sortiment
High Performance kam auf den Markt, als selbst NylonPower bestimmte Anforderungen nicht mehr erfüllen konnte. Aus ultrahochentwickelten synthetischen Fasern gefertigt, sind die Spezifikationen beeindruckend: 15-mal stärker als Stahl im Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht, nicht von Hand zu reißen und in Weiß in zehn Größen von Nr. 0 (0.30mm) bis Nr. 10 (0.90mm) erhältlich.
Sie ist gezielt für Anwendungen gedacht, bei denen sowohl Seide als auch Standard-Nylon an ihre Grenzen stoßen: sehr schwere Edelsteine wie Hämatit und Pyrit, sehr feine Bohrlöcher in präzisionsgeschliffenen facettierten Steinen, abrasive Perleninnenseiten, die herkömmliche Schnüre über Monate hinweg allmählich abnutzen. Sie ersetzt weder Seide noch NylonPower. Sie schließt die Lücke, die keine von beiden füllen konnte.
Dieser Ansatz entspricht der Art und Weise, wie GRIFFIN Materialentwicklung insgesamt versteht: eine echte Leistungslücke erkennen, das passende Material dafür entwickeln und es präzise im bestehenden Sortiment positionieren, statt es als Vorwand zu nutzen, Produkte aus dem Programm zu nehmen, die ihre Aufgabe bereits gut erfüllen.
Rainbow Silk, Neon Silk und was das 21. Jahrhundert brauchte
Die jüngsten Ergänzungen des GRIFFIN-Sortiments spiegeln etwas Reales darüber wider, wie sich die Schmuckherstellung im letzten Jahrzehnt verändert hat. Drei Entwicklungen stechen hervor.
Rainbow Silk, eine 100% natürliche Seide, wird in kleinen Chargen von Hand gefärbt und zeigt einen Farbverlauf, der sich über die gesamte 2 metre Karte erstreckt. Sie greift die wachsende Designrichtung auf, bei der das Fädelmaterial ein sichtbares, bewusst eingesetztes Gestaltungselement ist und nicht etwas, das im fertigen Stück verborgen bleibt. Jede Karte ist leicht anders, wodurch jedes Stück mit Rainbow Silk wirklich einzigartig wird.
Neon Silk (ebenfalls 100% natürliche Seide, ebenfalls in kleinen Chargen von Hand gefärbt) bringt UV-reaktive fluoreszierende Farbtöne: Neon Yellow, Neon Pink, Neon Orange, Neon Light Pink, Neon Green und Rainbow Neon, die sich unter Schwarzlicht optisch verwandeln. Sie hat sich besonders für Schmuckhersteller bewährt, die Inhalte für Social Media erstellen.
Die klare Positionierung von NylonPower als vegane Alternative zu Natural Silk, mit denselben Spezifikationen, derselben Farbpalette und derselben vormontierten Nadel, spiegelt die praktische Realität wider, dass Hersteller immer häufiger angeben müssen, woraus ihre Materialien bestehen, nicht nur, dass sie gut sind. Jede dieser Innovationen reagiert auf eine echte Marktveränderung, nicht auf einen Trend um seiner selbst willen. Das ist das Muster über alle 160 Jahre hinweg.
160+ Jahre GRIFFIN: Was sich nicht geändert hat
Über fünf Generationen, mehrere Materialrevolutionen und einen vollständig veränderten Markt hinweg sind bestimmte Dinge bei GRIFFIN konstant geblieben.
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Deutsche Herstellung: Alle GRIFFIN-Schnur- und Fadenprodukte werden weiterhin in Deutschland gefertigt, unter Verwendung von von GRIFFIN entwickelten Maschinen und Verfahren. Das ist kein aus Marketinggründen behauptetes Traditionsargument, sondern eine fortlaufende Produktionsentscheidung, die den Anspruch des Unternehmens auf Qualitätskontrolle widerspiegelt, die aus der Distanz schwer aufrechtzuerhalten ist.
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Familienbesitz: GRIFFIN ist seit der Gründung durch Carl Schinle im Jahr 1866 ununterbrochen in Familienbesitz. Diejenigen, die über Produktentwicklung und Qualitätsstandards entscheiden, haben über Generationen hinweg ein direktes Interesse am Ruf der Marke.
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Dreifachkonstruktion mit Z-Twist: Die dreistufige Z-Twist-Verzwirnung verhindert das Ausfransen, erhält das runde Profil und sorgt für ein vorhersehbares Knotenverhalten. Früh in der Unternehmensgeschichte entwickelt, wird sie heute noch für Natural Silk, NylonPower und High Performance verwendet.
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Die integrierte Nadel: Jede 2-metre-Karte von GRIFFIN Natural Silk und NylonPower enthält eine vormontierte Edelstahl-Perlnadel am Arbeitsende. Dadurch entfällt der Einfädel-Schritt, der die Produktion verlangsamt und Anfänger frustriert. Er gehört seit der frühen Unternehmensgeschichte zum Produkt.
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Verantwortung für die Umwelt: Grüne Elektrizität, FSC- und EU-Ecolabel-zertifiziertes Papier, das Grüne-System-Verpackungsschema Deutschlands, nachhaltig gewonnene natürliche Rohstoffe. Das ist für GRIFFIN nichts Neues, sondern Ausdruck eines langjährigen Verständnisses, dass Fertigungsqualität und Umweltverantwortung keine Gegensätze sind.
Die Geschichte der GRIFFIN-Perlenschnur ist keine Geschichte eines Unternehmens, das etwas Gutes gefunden und sich geweigert hat, es zu verändern. Es ist die Geschichte eines Herstellers, der 1866 einen Qualitätsmaßstab setzte und die nächsten 160 Jahre damit verbrachte, Wege zu finden, ihm gerecht zu werden. Die Seide ist noch da, immer noch ausgezeichnet, immer noch die Schnur, zu der Perlenknoter zuerst greifen. Alles andere wurde hinzugefügt, weil es wirklich nötig war.
Entdecken Sie das gesamte GRIFFIN-Produktsortiment unter griffin1866store.com.
Häufig gestellte Fragen
Wann wurde GRIFFIN gegründet und von wem?
GRIFFIN wurde 1866 von Carl Schinle gegründet, einem Hersteller und Händler von Zierbesätzen, in Schramberg, Deutschland, im Schwarzwald. Das Unternehmen befindet sich seit fünf aufeinanderfolgenden Generationen ohne Unterbrechung in Familienbesitz.
Woraus besteht GRIFFIN-Seidenschnur?
GRIFFIN Natural Silk Bead Cord besteht aus 100% natürlicher Filamentseide, dem durchgehenden Faden aus Seidenkokons, der stärker, glatter und gleichmäßiger ist als kürzere Seidenstapelfasern. Sie wird dreifach mit GRIFFINs Z-Twist-Konstruktion gezwirnt und ökologisch gefärbt.
Ist GRIFFIN NylonPower eine vegane Alternative zu Seide?
Ja. GRIFFIN NylonPower besteht zu 100% aus synthetischem Nylon und enthält keine tierischen Bestandteile. Es ist GRIFFINs bestätigte vegane Alternative zu Natural Silk und entspricht ihr in Farbpalette (21 Farben), Größenbereich (13 Größen) und enthält auf jeder 2-metre-Karte dieselbe vormontierte Nadel aus Edelstahl.
Was unterscheidet GRIFFIN High Performance Cord von Seide?
GRIFFIN High Performance besteht aus ultrahochentwickelten synthetischen Fasern statt aus Naturseide. Es ist bezogen auf das Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht 15-mal stärker als Stahl, kann nicht von Hand gerissen werden und ist speziell für sehr schwere Edelsteine und feine Bohrlöcher ausgelegt, bei denen Seide oder Standard-Nylon keine ausreichende langfristige Sicherheit bieten würden.
Wird GRIFFIN-Perlenschnur weiterhin in Deutschland hergestellt?
Ja. Alle GRIFFIN-Schnur- und Fadenprodukte werden in Deutschland gefertigt, unter Verwendung von von GRIFFIN entwickelten Maschinen und Verfahren. Dies ist seit der Gründung des Unternehmens in Schramberg im Jahr 1866 der Fall.
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